Geschichte

Die Ortschaft Borsum fand ihre erste Erwähnung ca. 799 im Traditionsverzeichnis des Klosters Fulda. Sie war ein Mittelpunktort in fränkischer Zeit und außerdem Sitz eines Archidiakonates mit einer Kirche, die seinerzeit schon den Namen des Namenspatrons "St. Martinus" trug. Vom 12. bis 15. Jahrhundert lassen sich zahlreiche Nachweise eines Borsumer Ministerialgeschlechtes führen, deren Siegel das heutige Ortswappen darstellt.
Später im 16. Jahrhundert war Borsum Mittelpunkt eines eigenen Amtes und einer Domprobstei, die durch einen Vogt verwaltet wurde.

Wappengeschichte

Wappen von BorsumEinst saß in Borsum ein ritterliches Geschlecht, das zum Adel des Stiftes Hildesheim gehörte und dem Bischof als Landesherrn Gefolgschaft zu leisten hatte. Berthold, Eberhard, Friedrich, Heinrich, Konrad, Siegfried, Werner, Wigbert sind die hauptsächlichsten Namen, die in der Familie wiederkehren.

Einer von ihnen, Ludolf, genannt Ruschere, tritt 1319 als Gograf zu Borsum auf. Zwischen 1100 und 1400 ist das Geschlecht nachweisbar; dann treffen wir noch solche, die "von Borsum" heißen, als Bürger in Hildesheim wieder. Die Ritter führten als Wappen drei querliegende Wolkenbalken, die mit je drei Wolkenbergen besetzt sind. Eine ganze Reihe von Siegeln beweist es, die im Staatsarchiv von Hannover ruhen.

Was lag näher, als dies alte Wappenbild in das Gemeindesiegel von Borsum aufzunehmen! Erinnert es doch zugleich an den Idealismus, mit dem die Bewohner Borsums allzeit zu dem, der über den Wolken thront, aufgeschaut haben. Als Farben wählte man Gold und Rot: Auf goldenem Schilde rote Wolkenbalken.



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