Der Igel im Herbst – was braucht er jetzt?


Igel sind Insektenfresser. Käfer, Asseln, Larven, Raupen und Würmer gehören zu ihrer

natürlichen Nahrung. Auch kleine Kröten oder Mäuse werden gelegentlich gefressen. Äpfel

und anderes Obst, wie es auf vielen Bildern zu sehen ist, gehören dagegen nicht auf den

Speiseplan eines Igels. Auch Regenwürmer und Schnecken sind ihm nicht bekömmlich und

werden nur im Notfall gefressen.

Besonders hilfreich sind naturnahe und pestizidfreie Gärten. Dort finden Igel Nahrung und

Versteckmöglichkeiten. Wer ihnen zusätzlich helfen möchte, kann eine bodentiefe Schale mit

frischem Wasser und geeignetes Futter bereitstellen (siehe Frühjahrartikel).

Dichte Hecken, Holzstöße sowie Laub-, Moos- und Reisighaufen bieten ihm Schutz und

geeignete Möglichkeiten, sich für die kalte Jahreszeit zurückzuziehen. Ein perfekt

aufgeräumter Garten ist für Igel dagegen wenig lebensfreundlich. Wilde Ecken sind

ausdrücklich erwünscht!

auf dem Foto ist ein selbstgebautes Igelhaus der Grundschule Harsum zu sehen.

Ein zusätzliches Igelhaus kann ebenfalls einen geschützten Schlafplatz bieten. Die

Grundschule Harsum stellt auch in diesem Jahr wieder selbstgebaute Igelhäuser mit Rattenklappe und Labyrintheingang her. Die Häuser werden zum Selbstkostenpreis abgegeben und können den Igeln einen sicheren Platz für den Winterschlaf bieten.

Wer also im Herbst nicht jedes Blatt entfernt, ein paar wilde Ecken im Garten stehen lässt und Wasser sowie gegebenenfalls geeignetes Futter bereitstellt, kann bereits viel für den Igelschutz tun.

 Silke Gleditzsch