In mancher lauen Sommernacht hören wir diese ungewohnten Geräusche und fragen uns, wer da so laut unterwegs ist.
Dieser Paarungstanz kann sich über mehrere Tage und Nächte hinziehen, bis das Weibchen schließlich auf die Annäherungsversuche eingeht. Nach der Igelhochzeit zieht das Männchen weiter. Die werdende Igelmutter bleibt allein zurück und kümmert sich um Nestbau und Nachwuchs.
Nach etwa 32 bis 36 Tagen kommen die jungen Igel blind und nackt zur Welt.
In dieser Zeit benötigt die Igelmutter besonders viel Ruhe und Rücksichtnahme.
Deshalb ist bei Gartenarbeiten Vorsicht geboten, damit Nester nicht versehentlich zerstört werden.
Dankbar ist die Igelmutter und ihr Nachwuchs über bereitgestelltes Wasser und geeignetes Futter (siehe Artikel aus dem Frühling). So muss sie ihr Nest bei der Nahrungssuche nicht unnötig lange verlassen.
Gerade an heißen Sommertagen helfen Wasserstellen im eigenen Garten den Tieren sehr. Auch die Tränken auf den Friedhöfen in Asel, Harsum und Klein Förste dürfen gerne aufgefüllt werden. Dort können nicht nur Igel, sondern auch viele andere Wildtiere ihren Durst stillen.
Text Silke Gleditzsch
