Auf dem Foto siehst du das alte Spritzenhaus in Borsum mit einem Baum davor

Altes Spritzenhaus

Altes Spritzenhaus

Im südlichen Bereich des Heinrich‑Ruhen‑Platzes wurde im Jahr 1813 ein kleines Fachwerkhaus errichtet. Es diente als Unterstand für die in Borsum stationierte Feuerspritze, die nicht nur im Ort selbst, sondern auch bei Bränden in den umliegenden Dörfern Rautenberg, Adlum, Machtsum, Hönnersum und Hüddessum zum Einsatz kam.

Aufgrund dieser überörtlichen Nutzung führte die Gemeinde Borsum einen eigenen Feuer- Spritzen‑Haushalt, zu dem die genannten Dörfer ihre Beiträge leisten mussten. Das Gebäude wurde zeitweise auch als Dorfgefängnis genutzt.

Erst mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehren um 1902 wurde das Spritzenhaus ausschließlich von der Borsumer Feuerwehr verwendet. 1926 erfolgte eine umfangreiche Erweiterung des Gebäudes, einschließlich des Anbaus eines Schlauchturms. Für die Konstruktion verwendete man das Holz der zuvor abgebrochenen Pfarrscheune.

Heute dient das ehemalige Spritzenhaus als Lager‑ und Versorgungshaus für dörfliche Veranstaltungen, etwa den Martinsmarkt oder die Maifeier.


Auf dem Foto ist das alte Spritzenhaus mit Turm in Fachwerkoptik von der Seite zu sehen